Das Dokumenten-, Foto- und Filmarchiv in der GMZ

Im Zuge der Liquidation des ehemaligen VEB Maxhütte wurde eine Reihe wichtiger Dokumente und Unterlagen in das Thüringer Landesarchiv verbracht. Ein Großteil jedoch verblieb in Unterwellenborn. So zum Beispiel viele technische Zeichnungen, Betriebsanweisungen, die komplette Sammlung der Werkzeitung "Unsere Hütte" vom Beginn ihres Erscheinens 1946 bis zum Juli 1992 und Brigadetagebücher, die Auskunft über das Leben in den Kollektiven der Maxhütte geben.

Das Archiv der ehemaligen Fotostelle der Maxhütte umfasst mehrere tausend Negative, die bereits zu Beginn der Gross-ABM im Jahre 1992 von mehreren Mitarbeiterinnen geordnet, katalogisiert und teilweise auch aufgearbeitet (es wurden Positivabzüge hergestellt) wurden. Gegenwärtig wird das Fotoarchiv aufwändig komplett digitalisiert.

All diese Archivmaterialien stehen interessierten Wissenschaftlern und Journalisten für ihre wissenschaftliche und publizistische Arbeit zur Verfügung und können auf Anfrage im Gebäude der Gasmaschinenzentrale eingesehen werden. Eine Mitnahme ist nicht vorgesehen. Anfragen werden gern beantwortet .

Nutzen Sie dazu unsere Kontaktseite.

Wie viele andere volkseigene Betriebe der DDR leistete sich auch der VEB Maxhütte ein eigenes Betriebsfilmstudio, das nach dem Bau des Kulturpalastes 1954/55 seine Arbeit aufnahm. Die Mitglieder waren samt und sonders Amateure, die nach und nach an Qualifizierungslehrgängen teilnahmen, um sich in ihr spezielles Aufgabengebiet einzu-arbeiten. Die Filme wurden auf 16mm-Material aus DDR-Produktion gedreht, wobei sowohl echte Amateurgeräte als auch semiprofessionelle Kameratechnik zum Einsatz kamen. Das Studio verfügte im Kulturhaus über eigene Schneide- und Tontechnikräume und besaß auch ein kleines Labor, in dem ein Großteil der belichteten Filme entwickelt wurden. Die Endkopien der vertonten Filme wurden jedoch in Babelsberg gezogen.

1992 rettete Michael Goschütz, der von 1977 bis 1984 im Kulturhaus als Verantwortlicher für die Klub- und Zirkelarbeit tätig war, die Filme, die bereits auf einem Müllberg lagen, weil das Kulturhaus an einen privaten Investor besenrein übergeben werden sollte. Die Filme bieten einen einzigartigen Einblick in den Produktionsalltag der Maxhütte ebenso wie in den Lebensalltag ihrer Mitarbeiter. (Es muss allerdings angemerkt werden, daß nicht alle Filme des Betriebsfilmstudios, die je gedreht wurden, aufgefunden wurden. Ein Teil ist wahrscheinlich in privatem Besitz oder ist verloren gegangen...)

Sämtliche Filme wurden inzwischen auf digitale Medien kopiert und können sowohl im Rahmen von Vorführungen in der Gasmaschinenzentrale gezeigt als auch käuflich erworben werden (Siehe dazu auch unser Menüpunkt "Shop")

Falls Sie mehr über das Betriebsfilmstudio des VEB Maxhütte wissen möchten, können Sie sich das untenstehende PDF herunterladen. Ebenfalls als PDF - Download stehen die letzten 6 Ausgaben der Werkzeitung "PROFIL" - Jahrgang 2 - 1992 bereit.